GBS mit 87!
Hallo Tine,
natürlich ist eine solche Erkrankung ein Schock.
Andererseits, wenn Oma 87 ist dann wurde sie etwa 1923 geboren und hat damit im Leben wahrscheinlich schon viel überstanden. Es ist wichtig sich die im Leben gemeisterten Situationen bewußt zu machen.
Das Krankenhaus sollte natürlich Routine haben mit der Behandlung der Krankheit, damit es nicht zu Komplikationen wegen Infektionen kommen kann.
Durch Reha und Therapien besteht die Möglichkeit, das sie die Fähigkeit entwickelt. Doch heißt es hierbei stetig und geduldig an sich zu arbeiten was oft sehr schwer ist.
Opa sollte an der Genesung und Weiterentwicklung der Fähigkeiten von Oma Anteil nehmen. Dies könnte ihm Mut machen.
Ich selbst bin mit 62 (5 Tage Koma, 5 Wochen künstlich beatmet) erkrankt, erkenne aber trotzdem den Vorteil des fortgeschrittenen Alters bei einer so schweren Erkrankung, weil die Angst geringer ist, sein ganzes Leben behindert meistern zu müssen.
Ich der Beschreibung meines Krankheitsverlaufes stellte ich dies so dar:
„Den wiederholt aufkommenden Gedanken „warum es gerade mich trifft“ drehe ich dann um in „warum sollte es mich nicht treffen, schließlich habe ich bisher über 60 Jahre in Frieden und ohne Katastrophen gelebt. – Erwarte ich wirklich, daß ich von allem Schrecklichen verschont bleibe?“. Trotzdem ängstigt mich der Gedanke an mein weiteres Leben in Hilflosigkeit und meine ganze Hoffnung auf eine Besserung beziehe ich daraus, das ich bisher meine Bewegungen zentimeterweise steigern konnte“. – Dies half mir durchzuhalten.
Gute Besserung für Oma und Kraft für Opa und Euch dies durchzustehen.
Kurt
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- GBS mit 87! - Tine1978, 26.01.2010, 09:32
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