atypische GBS

Jens87 @, Mittwoch, 05. Juli 2017, 18:40 (vor 109 Tagen)

Guten Tag,

ich bekam letzten Sonntag die Diagones atypische GBS. Somit möchte ich im folgenden meine Krankengeschichte darstellen:

ich bin männlich 29 und sportlich aktiv. Gehe wöchentlich joggen, ins Fitnessstudio und in die Sauna. Im Februar diesen Jahres merkte ich eine leichte Gangunsicherheit beim Wandern, die ich allerdings auf fehlendes Training zurückführte. Die Gangunsicherheit zeigte sich nur ab und an und war recht harmlos. Zusätzliche Ausfallschritte bei schwierigem Gelände waren notwendig. Seit Mai trat sie dann permanent auf und ich bekam ganz plötzlich unglaubliche Müdigkeitsanfälle tagsüber. Die Konzentration war stark reduziert und ich konnte nicht mehr arbeiten. Gleichzeitig zeigte sich eine starke Antriebslosigkeit, was für mich eine völlig neue Erfahrung war. Bin ich doch sonst jemand der stets voller Tatendrang ist ;-) . Die Augen waren besonders schwer und ich schwitze seit dem unverhältnismäßig viel. Vorallem habe ich häufig nachts Schweißausbrüche. Ich ging mit den Beschwerdebild zum Hausarzt. Das Blutbild war unauffällig und er führte es auf einen ausklingenden Infekt zurück. Ich bekam Beschwerden in den großen Gelenken Knie und Ellbogen bei Belastung. Eine Woche später begannen die Beine beim Laufen zu verkrampfen und es begann sich ein dumpfer muskelkatermäßiger Schmerz in Ruhe zu manifestieren. Nach weiteren zwei Wochen überwies mich ein Neurologe ins Uniklinikum , da die NLG nicht in Ordnung war. In der Zwischenzeit begann ich auch Einschränkungen in den Armen und Händen zu bekommen. Fehlende Feinmotorik, fehlende Armkraft und Sehnenschmerzen in den Fingern. Es stellten sich erste sensible Störungen ein :leichte Temperaturmissempfindungen. In der Uniklinik ( 6 Wochen nach Erstsymptomen) wurde dann eine atypische GBS diagnostiziert. Atypisch deshalb weil der Liquorbefund unauffällig (keine erhöhten Eiweiße ) aufzeigte. Die EMG/NLG jedoch typisch. Alle anderen Ursachen einer Polyneuropathie wurden diagnostisch ausgeschlossen. Ich bekam 5 Tage Immunglobuline und warte nun seit einer Woche auf eine Verbesserung beziehungsweise Stagnation der Symptome. Meine Muskelkraft ist schwächer als je zuvor. Treppen steigen wird zu einer Herausforderung. Kann dies an dem langen Krankenhausaufenthalt liegen ( 2 Wochen)? Muss ich einfach noch ein wenig Geduld haben? Liegt eventuell doch eine andere Ursache für die Nervenschädigung vor? Ich grübele immer wieder, ob nicht doch meine Borreliose aus dem Vorjahr die Ursache sein könnte?Ich würde mich wirklich über eure Hilfe freuen. Ich bleibe optimistisch in naher Zukunft wieder vollständig genesen zu sein.

Grüße,
Jens


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