Auto fahren nach GBS Erkrankung.
Darf man einfach wieder Auto fahren.
Wie war das bei euch teilt mir bitte eure Erfahrungen mit.
Danke im voraus.
Autofahren nach GBS
bernhard
, Donauwörth, Freitag, 19. Februar 2010, 14:08 (vor 203 Tagen) @ Werner
Es kommt darauf an, wie schlimm es Dich erwischt hat. Bei mir war Gesichtslähmung usw., danach konnte ich nur noch Kurzstrecken bis ca. 30 Kilometer fahren weil dann meine Augen schmerzten, und stark wässerten. Roller fahren habe ich wegen dem Gleichgewicht aufgegeben. Also normales Fahren im Umkreis macht mir keine Probleme, ich muß nur beim Einparken zweimal hinschauen, aber das ist auch nur wegen der Lähmung im Gesicht. Auch mußte ich am Anfang meine Füße mit der Hand auf die Pedale stellen, aber das ging ganz gut. Vor allem sobald Du dich unsicher fühlst, lass das Auto stehen.Ich fahre jetzt nach 5 Jahren GBS auch noch sehr selten alleine. Es ist immer jemand dabei der im Notfall weiterfahren kann
Autofahren nach GBS
Roswitha, München, Freitag, 19. Februar 2010, 16:02 (vor 203 Tagen) @ bernhard
hallo bernhard,
mein mann war von den augen bis zu den zehen gelähmt und hat in der reha einen fahrlehrer bekommen der überprüft hat ob er noch fahren kann / darf.
mein mann durfte wieder auto fahren aber wir brauchten ein neues auto.
eins das höher ist zum besser einsteigen und mit den man den rolli gut mitnehmen kann.
wir kauften einen hyndai i30cw ...das war der beste kauf.
gute besserung
roswitha
Autofahren nach GBS
Sternchen, Freitag, 19. Februar 2010, 19:35 (vor 203 Tagen) @ bernhard
5 Jahre nach einem GBS habe ich manchmal noch Schwäche in den Beinen und längere Fahrten bereiten mir Probleme.
Daher hab ich ein Multifunktionslenkrad, an dem ich auch die Geschwindigkeit durch zwei Schalter mit der Hand erhöhen oder senken kann. Das hilft mir sehr.
Autofahren nach GBS
Werner
, Freitag, 19. Februar 2010, 19:58 (vor 203 Tagen) @ Sternchen
Wie sieht es Rechtlich aus muß ich bevor ich wieder Auto fahre eine Prüfung ablegen.Oder kann ich mich einfach ins Auto setzen und losfahren.
Muß ich mir Attestieren lassen das ich wieder
Autofahren darf wenn ja bei wem?
Und was ist wenn ich einen Unfall habe?
Autofahren nach GBS
Roswitha, München, Freitag, 19. Februar 2010, 22:19 (vor 203 Tagen) @ Werner
mein mann hat vom fahrlehrer eine fahr-bescheinigung bekommen.
das war so eine art prüfung...1 stunde autobahnfahren, ortschaftenfahren.
wie gesagt bei meinen mann organisierte das die rehaklinik und kostete uns keinen cent.
wichtig ist auch der schwerbehindertenausweis... mit dem bekommt man ein neues auto billiger.
je nach prozente muss man keine kfz-steuer zahlen.
roswitha
Autofahren nach GBS
Angelika
, langwedel, Freitag, 04. Juni 2010, 16:16 (vor 98 Tagen) @ bernhard
Du hast recht so wie dir gieng es mir vor 2 jahre ich konnt auch nicht gleich wieder auto fahren aber lange strecken meite ich das draue ich mir auch nach 2 jahren nicht mehr zu . aber an sonsten geht es
Autofahren nach GBS
Nele, Montag, 22. Februar 2010, 19:23 (vor 200 Tagen) @ Werner
Hallo Werner,
ich war mir nach meiner Erkrankung total unsicher, ob ich wieder fahren kann und konnte mich selbst nicht einschätzen, vor lauter Angst. Da ich sehr stark erkrankt war, habe ich mich erst mal erkundigt, falls was paaieren sollte, wie die rechtliche Sachlage aussieht...Jeder, der einen Führerschein hat, muss selbst entscheiden, ob er fahrtüchtig ist. Ich habe deshalb eine Fahrstunde bei einem befreundeten Fahrlehrer gehabt, der mit mir Landstraßen und Autobahn gefahren ist. Als er mir gesagt hat, dass alles völlig in Ordnung ist, bin ich auch gefahren. Da ich rechts eine Perenäusschiene getragen habe bzw. meine beiden Füße nicht besonders stark waren, habe ich mir nach einiger Zeit ein Automatik-Auto zugelegt. das war um einiges entspannter.
Alles Gute und Gruß
Nele
Autofahren nach GBS
Herbert
, 52249 Eschweiler, Sonntag, 28. Februar 2010, 10:56 (vor 194 Tagen) @ Werner
Hallo Werner,
sicherlich haben Sie an den vielgestaltigen Rückantworten gemerkt, dass es keine einheitliche Richtlinie gibt. Sagen wir es einmal so: Haben die behandelnden Ärzte in der Klinik sich nicht für ein Fahrverbot ausgesprochen (und dies amtlich weiter geleitet) liegt es in der Verantwortung des Patienten, ob und wann er sich wieder hinter das Steuer setzt. Dabeit ist immer der § 1 der Straßenverkehrsordnung maßgebend, der besagt, dass ich keinen anderen Teilnehmer mehr als nach den Umständen unvermeidbar gefährden darf. Solange man also selber eine Unsicherheit merkt, sollte man tunlichst kein Fahrzeug bewegen.
Zwei Probleme tauchen dabei immer wieder auf: Erstens der Fußheber, der verhindert, dass man die Pedale im "Gespür" hat und zweitens die Kraft, die man braucht, um die Beine anzuheben (z.B. um schnell vom Gas auf die Bremse zu wechseln). Hat man hier Probleme, sollte man diesen Bewegungsablauf mit einem Krankengymnasten einüben und diesen ruhig mal für eine halbe Stunde zu einer Fahrt mitnehmen. Gibt er sein o.k., dann kann man mit ruhigem Gewissen fahren.
Fazi: Es gibt keine einheitliche Richtlinie, solange die Ärzte dieses Thema offen lassen. Es liegt in der eigenen Verantwortung.
Herbert Brüßeler
Deutsche GBS-Initiative
Geschäftsstelle Euregio
Dürener Str. 427
52249 Eschweiler
Autofahren nach GBS
Otmar
, St. Wendel, Dienstag, 20. April 2010, 20:25 (vor 143 Tagen) @ Werner
Hallo zusammen,
ich hatte selbst vor genau 2 Jahren das GBS, war von Kopf bis Fuß gelähmt und musste das Laufen mühsam wieder erlernen. Auch die Motorik der Hände musste von Grund auf neu trainiert werden. Ich hatte sehr große Schmerzen in den Beinen und glaubte schon, das wird nie mehr was. Noch während der med. Reha lernte ich kleinste Schritte laufen, an das Autofahren habe ich noch gar keine Gedanken verschwendet, auch deshalb, weil ich mir bewußt war, dass die Kraft der Beine nicht ausreichte, um die Pedale zu treten. Ich habe das Glück, einen Physiotherapeuten mit gut ausgerüstetem Kraftraum am Ort zu haben und bin jeden (!) Tag zum Krafttraining und habe die Bein- u. Armmuskulatur regelrecht neu aufgebaut. Den Rest des Tages habe ich dann zu Spaziergängen genutzt, meist unter Aufsicht und immer weiter von der Wohnung weg. Auch Treppensteigen habe ich ins Programm aufgenommen. Nach 3 Monaten hab ich mich dann erstmals ins Auto gesetzt und probiert, ob ich Kupplung und Bremse treten kann, d.h. die schwersten Pedale zuerst getestet. Erst nach 4 Monaten hab ich dann, auch wieder unter Aufsicht, mal eine Fahrt mit dem Auto gewagt. Heute, nach 2 Jahren fahre ich ganz normal PKW, auch auf Autobahnen und hab die gewohnte Sicherheit zurückgewonnen.
Was ich damit sagen will: Für mich stellte sich nicht die Frage, ob ich darf, sondern ob ich kann!. Und diese Frage muss wohl jeder für sich selbst beantworten. Wer zur Fortbewegung Gehhilfen gleich welcher Art (Krücken, Rollador, Rollstuhl usw) benötigt, hat nichts hinter einem Lenkrad verloren, es sei denn, das Fahrzeug ist der jeweiligen Behinderung entsprechend umgerüstet. Und dafür gibt es besondere Hilfen - auch finanzielle - , welche hier im Forum schon erwähnt wurden (sofern man die Schwerbehinderteneigenschaft mit mind. 50 % u.höher anerkannt bekommen hat.) siehe hierzu auch www.deutsche-rentenversicherung.de - Rehabilitation.
Autofahren nach GBS
René Fritzsche
, Leipzig, Mittwoch, 21. April 2010, 12:15 (vor 142 Tagen) @ Werner
Da schreibe ich meine Geschichte auch mal.
1996 habe ich den Führerschein angefangen und auch alles, bis auf die praktische Prüfung, geschafft - dann kam GBS mit kompletter Lähmung und 7wöchiger Beatmung.
nach 1/4 Jahr Intensiv und 16 Wochen Reha war ich wieder zu Hause, war aber in keinster Weise dazu fähig, noch meine Prüfung zu machen. Nach einem Jahr war es dann eh vorbei damit.
Nun dachte ich, wozu einen Führerschein? Du lebst in einer großen Stadt mit reichlich öffentlichem Nahverkehr.
1999 habe ich dann von der LVA eine Umschulung bekommen. Allerdings war da die Bedingung den Führerschein zu haben.
Ich fühlte mich auch wieder fit und machte ihn und ich fühlte mich im Auto auch sehr sicher.
Ende 2001 hatte ich wieder einen Schub - allerdings ohne Lähmung. Ich konnte gerade noch so gehen.
Nach 3wöchigem Aufenthalt im KH und nochmal 3 Wochen Reha wollte ich erst nicht ins Auto, weil meine Gefühle in den Füßen nicht so waren, wie sie sein sollten. Das hatte ich zwar 1999 auch schon so, aber ich kam damit zurecht.
Ich saß mich dann aber doch ins Auto und es klappte.
Auch Ende 2002 hatte es ich nochmal erwischt, da bin ich direkt von der Reha ins Auto - auch wieder mit etwas mulmigem Gefühl. Einmal bin ich gleichzeitig auf Bremse und Gas getreten (ich musste bremsen), aber das war auch schon alles.
Bis jetzt fahre ich ohne weitere Vorkommnisse. Auch bis Ungarn bin ich schon gefahren.
Ich komme mit meinen Missempfindungen in den Füßen mittlerweile sehr gut zurecht und meine ein sehr guter Autofahrer zu sein.
Im Großen und Ganzen muss man es wohl wirklich selber entscheiden und auch austesten (z. Bsp. auf dem Parkplatz), ob man wieder Auto fahren kann.
Wenn man sich unsicher ist, kann man auch zu einer Fahrschule gehen und da mal die ein oder andere Fahrstunde nehmen.
René
Autofahren nach GBS
Smart-Richard
, Sonntag, 02. Mai 2010, 10:39 (vor 131 Tagen) @ Werner
Hallo Werner,
ich war ca. 2 Monate nach dem Krankenhausaufenthalt mal auf der Führerscheinstelle und informierte mich ob ich im Führerschein zwecks Lähmungen in Händen und Füssen etwas eintragen lassen muss. Die Dame war erstmal überfordert und holte den Abteilungsleiter. Dieser erklärte mir, dass es bestimmte Schlüsselnummern gibt die man eintragen lassen kann, wie z.B. bei einer Hüftoperation. Für meine Symptome gibt es aber keine Schlüsselnummer, so obliegt es dem KFZ-Führer selbst zu entscheiden ob er das Fahrzeug sicher fahren kann.
Ich fahre nun seit fast einem Jahr mit einem Smart und dieser ist für mich das wichtigste Hilfsmittel. Er gibt mir Mobilität und vielleicht auch wieder etwas mehr Selbstwertgefühl. Das mit dem Fußheber ist nicht so wild, ich kann mir vorstellen dass man in Extremsituationen vielleicht etwas langsamer auf die Bremse kommt, aber man kann den eigenen Fahrstil gut daran anpassen.
Im Übrigen habe ich den Smart von der RV bezahlt bekommen, zur Wiedereingliederug ins Berufsleben.
Viele Grüße, Richard
Autofahren nach GBS
A.Voigt
, langwedel, Freitag, 04. Juni 2010, 16:12 (vor 98 Tagen) @ Werner
hallo Werner!
Ich bin vor 2 jahre erkank . gleich da nach konnt e ich noch nichr wieder Auto fahren da ich dacht das geht nicht aber seit kurzen Fahre ich wieder.ist aber so weit ok Freunliche Gruß A. Voigt

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