GBS schwerer Verlauf

Brigitte, Samstag, 16. Mai 2020, 14:51 (vor 21 Tagen) @ Anke1702

Hallo Anke,
ich kann verstehn wie es dir und deiner Mutter geht. Mein Mann hat auch seit Dezember 2019 das Guillain-Barre Syndrom. Er ist mit einer starken Schwäche im Krankenhaus aufgenommen worden und die Diagnose wurde innerhalb von einem halben Tag gestellt. Er wurde 5 Tage mit Immunglobinen behandelt. Ab dem 2. Tag konnte er sich gar nicht mehr bewegen und das Fortschreiten der Krankheit hörte kurz vor der Lunge am 4. Tag auf.
Nach leichter Besserung und nachdem er schon im Bett sitzen konnte bekam er einen Lungeninfarkt weil diese Immunglobine das Blut verdicken wurde uns gesagt.
Danach wurde er in ein anderes Krankenhaus verlegt zur Frühreha. Leider ist in Österreich der Aufenthalt in jedem Krankenhaus oder Reha auf Zeit beschränkt. Er war dann noch in einem anderen neurologischen Krankenhaus zu Frühreha. Zur Zeit ist er in einer Rehaanstalt.
Er fährt mit dem Rollstuhl und kann mit einem Rutschbrett allein aus dem Bett und mit etwas Hilfe kann er aufstehen. In den Händen hat er fast noch keine Kraft. Auf Grund von Covid 19 sind überall keine Besuche erlaubt und die Therapien auch etwas eingeschränkt.
Er hat jetzt noch 2 bis 3 Wochen Reha und wir wünschen uns, dass er zumindest allein aufstehen kann und vielleicht ein paar Schritte mit einem Rollmobil gehen kann.
Wie es dann zu Hause weitergeht wissen wir noch nicht, wir haben vorm Haus 7 Stufen.
Nachdem viele sagen dass die Krankheit heilbar ist und auch immer wieder kleine Besserungen merkbar sind können wir nur hoffen dass auch bei uns alles gut wird.
An manchen Tagen bin ich sehr verzweifelt und voller Angst vor der Zukunft darum kann ich euch gut verstehn.
Liebe Grüße
Brigitte


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